Das Wichtigste in Kürze
- Google Ads greifen bestehende Nachfrage ab — jemand sucht aktiv, die Kaufabsicht ist am höchsten.
- Meta Ads (Facebook & Instagram) erzeugen Nachfrage und liefern Reichweite und Markenaufbau.
- Cost-per-Lead: Meta oft etwas günstiger, Google dafür kaufnäher — beide meist 25–80 € pro qualifizierter Anfrage.
- Die Kombination gewinnt: Google fängt aktive Sucher, Meta hält das Objekt sichtbar — beide zahlen auf dieselbe Landingpage ein.
„Sollen wir auf Google werben oder auf Instagram?" ist eine der häufigsten Fragen von Maklern, Bauträgern und Projektentwicklern. Die kurze Antwort: Es sind keine Gegner, sondern zwei unterschiedliche Werkzeuge. Wer den Unterschied versteht, holt aus jedem Euro mehr qualifizierte Anfragen heraus.
Der grundlegende Unterschied: Nachfrage abgreifen vs. Nachfrage erzeugen
Google Ads für Immobilien sind Pull-Marketing: Ihre Anzeige erscheint genau dann, wenn jemand aktiv sucht — etwa „Wohnung kaufen Hamburg" oder „Neubau Eppendorf". Die Kaufabsicht ist in diesem Moment am höchsten, entsprechend kaufnah sind die Anfragen.
Meta Ads auf Facebook und Instagram sind Push-Marketing: Sie zeigen Ihr Objekt Menschen, die gerade nicht suchen, aber ins Profil passen (Region, Lebensphase, Einkommen, Interessen). So erreichen Sie auch die große Gruppe, die noch nicht googelt — und erzeugen Nachfrage, die es ohne Ihre Anzeige gar nicht gäbe.
Wann Google Ads für Immobilien gewinnen
- Akute, konkrete Nachfrage: gefragte Lage oder Objekttyp, nach dem aktiv gesucht wird.
- Begrenztes Budget, schnelle Anfragen: Sie zahlen für Menschen mit klarer Kaufabsicht.
- Verkäufer-Akquise: Suchbegriffe wie „Haus verkaufen [Stadt]" fangen Eigentümer im Entscheidungsmoment ab.
Wann Meta Ads gewinnen
- Reichweite & Markenaufbau: Sie machen ein Projekt in der Region bekannt, bevor überhaupt gesucht wird.
- Erklärungsbedürftige oder emotionale Objekte: Renderings, Videos und Bildwelten wirken auf Instagram stark.
- Große Stückzahlen: Bei ganzen Neubau-Quartieren braucht es mehr Nachfrage, als die Suche allein hergibt.
Google Ads vs. Meta Ads: der direkte Vergleich
| Kriterium | Google Ads | Meta Ads |
|---|---|---|
| Prinzip | Nachfrage abgreifen | Nachfrage erzeugen |
| Kaufabsicht | sehr hoch (aktive Suche) | mittel (Profil-Targeting) |
| Reichweite | begrenzt durch Suchvolumen | sehr hoch |
| Stärke bei | Käufer- & Verkäufer-Suchen | Markenaufbau, Emotion, Video |
| ø Cost-per-Lead | 35–80 € | 25–60 € |
Die CPL-Spannen sind Richtwerte aus der Praxis; mehr dazu im Cost-per-Lead-Benchmark. Lage, Objekttyp und Creative-Qualität verschieben sie spürbar.
Warum die Kombination fast immer gewinnt
In der Praxis ist die Frage „Google oder Meta" selten ein Entweder-oder. Der stabilste Funnel nutzt beides: Meta erzeugt Nachfrage und macht das Objekt sichtbar, Google fängt die dadurch entstehenden aktiven Suchen ab. Beide Kanäle leiten auf dieselbe konvertierende Landingpage und dasselbe Lead-Scoring — so entsteht ein messbares System statt zweier isolierter Kanäle. Genau das ist der Kern von Performance-Marketing für Immobilien: jeder Euro bis zur qualifizierten Anfrage nachverfolgbar.
Fazit
Google Ads liefern die kaufnächsten Anfragen, Meta Ads die Reichweite und Nachfrage. Für kleine Projekte kann ein Kanal reichen — für planbare, skalierbare Ergebnisse führt an der Kombination kaum ein Weg vorbei. Wichtig ist weniger die Kanalwahl als die saubere Aussteuerung: die richtige Zielgruppe, starke Creatives, eine konvertierende Landingpage und frühe Vorqualifizierung.
