Das Wichtigste in Kürze
- Mindestbudget: ca. 1.500 € Mediabudget pro Monat, damit die Kampagnen sauber lernen.
- Großstädte (Hamburg, München, Berlin): eher 1.500–3.000 €+ pro Monat und Projekt.
- Cost-per-Lead: meist 25–60 € für eine qualifizierte Käufer-Anfrage.
- Pro verkaufter Einheit: realistisch 1.000–5.000 € Marketingkosten.
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an — auf Lage, Objekttyp, Wettbewerb und Ihr Ziel. Aber „kommt drauf an" hilft niemandem bei der Planung. Deshalb finden Sie hier konkrete Richtwerte für 2026, mit denen Sie ein belastbares Budget für Ihr Neubau- oder Bestandsprojekt aufstellen können.
Warum Budget allein nicht reicht
Werbebudget ist nur der Treibstoff. Ob daraus Anfragen werden, entscheidet das System dahinter: eine konvertierende Landingpage, die richtigen Kampagnen auf Google und Meta und eine saubere Vorqualifizierung. Dasselbe Budget kann — je nach Setup — die fünffache Menge an verwertbaren Anfragen bringen. Reden wir also über Budget immer im Zusammenhang mit dem gesamten Performance-Marketing-Funnel.
Mindestbudget: ab wann die Kampagnen lernen
Google- und Meta-Algorithmen brauchen Daten, um auszusteuern. Unter etwa 1.500 € Mediabudget pro Monat bekommen sie zu wenige Signale, um zuverlässig die richtigen Käufer zu finden — die Ergebnisse bleiben dann zufällig. In umkämpften Großstadtlagen wie Hamburg oder München sind 1.500 bis 3.000 € und mehr pro Monat sinnvoll, um durchgehend skalierbar Anfragen zu erzeugen.
Faustregel: Lieber ein Projekt mit ausreichendem Budget sauber vermarkten als drei Projekte mit je 400 € „auf Sparflamme" — das verbrennt nur Geld, ohne dass die Kampagnen je lernen.
Rechenbeispiel: vom Budget zur verkauften Einheit
So sieht ein realistischer Trichter aus, wenn das Setup stimmt. Aus 100 Anfragen werden typischerweise:
- 25–40 qualifizierte Kontakte (Budget, Finanzierung, Kaufzeit passen),
- 10–15 echte Besichtigungen,
- 3–5 Kaufabschlüsse.
Bei einem Cost-per-Lead von 30–50 € bedeutet das grob 1.000 bis 5.000 € Marketingkosten pro verkaufter Einheit — eine Größe, die sich bei Kaufpreisen im sechs- bis siebenstelligen Bereich schnell rechnet. Wichtig: Diese Zahlen sind Richtwerte, keine Garantie; Lage und Objekt verschieben sie deutlich.
Was den Cost-per-Lead beeinflusst
- Lage & Preisniveau: Premium-Objekte in Ballungszentren haben kleinere Zielgruppen → höherer CPL.
- Creative-Qualität: Gute Anzeigen senken den CPL oft stärker als jede Budgeterhöhung.
- Landingpage-Conversion: Aus mehr Klicks mehr Anfragen zu machen, drückt den Preis pro Anfrage direkt.
- Saison & Wettbewerb: Zu Stoßzeiten steigen die Klickpreise.
Ihr Budget in 4 Schritten planen
- Ziel definieren: Wie viele Anfragen brauchen Sie pro Monat, um Ihre Einheiten im Zeitrahmen zu verkaufen?
- CPL annehmen: Rechnen Sie konservativ mit 40–60 € pro qualifizierter Anfrage.
- Budget = Ziel-Anfragen × CPL: 30 Anfragen × 50 € = 1.500 € Mediabudget/Monat.
- Puffer einplanen: Die ersten 2–4 Wochen sind Lernphase — kalkulieren Sie etwas Spielraum ein.
Gerade für Bauträger und die Neubau-Vermarktung lohnt sich, das Budget pro Projekt und Vermarktungsphase zu steuern — in der Vor-Vermarktung anders als beim Restanten-Abverkauf.
