Das Wichtigste in Kürze

Google Ads gehören im Immobilienbereich zu den teuersten Werbeformen überhaupt. Suchbegriffe rund um Kauf und Vermarktung von Objekten liegen deutlich über dem Durchschnitt anderer Branchen. Genau deshalb entscheidet nicht die Frage, ob geschaltet wird, sondern wie. Die folgenden fünf Fehler kosten in der Praxis am meisten Geld, und sie lassen sich alle vermeiden.

Erstens: zu breite Suchbegriffe

Der häufigste und teuerste Fehler liegt in der Auswahl der Keywords. Wer auf allgemeine Begriffe wie "Wohnung" oder "Immobilie" schaltet, erreicht Mieter, Marktbeobachter und Studierende, die eine Hausarbeit schreiben. Bezahlt wird jeder dieser Klicks. Entscheidend ist die Kaufabsicht im Suchbegriff. Kombinationen aus Handlung, Objekttyp und Ort, etwa "Eigentumswohnung kaufen" plus Stadtteil, kosten pro Klick oft mehr, führen aber zu einem Vielfachen an ernsthaften Anfragen.

Zweitens: fehlende Ausschlusslisten

Ebenso wichtig wie die Frage, worauf geschaltet wird, ist die Frage, worauf nicht. Ohne konsequente Ausschluss-Keywords zahlen Sie für Suchen nach Miete, Jobs, Ausbildung, Praktika oder für Recherchen der Konkurrenz. In einem teuren Umfeld summiert sich das innerhalb weniger Wochen zu erheblichen Beträgen. Eine gepflegte Ausschlussliste ist keine einmalige Aufgabe, sondern gehört in die laufende Steuerung, denn neue Suchanfragen kommen ständig hinzu.

Drittens: der falsche Zielort für den Klick

Viele Kampagnen leiten auf die Startseite oder auf ein Portal-Inserat. Beides konvertiert schlecht. Wer nach einem konkreten Objekt sucht und auf einer allgemeinen Unternehmensseite landet, springt wieder ab. Der Klick ist bezahlt, die Anfrage bleibt aus. Sinnvoll ist eine eigene Projekt-Landingpage, die genau das zeigt, wonach gesucht wurde, und die den Weg zur Anfrage kurz hält. Der teuerste Klick ist der, der auf der falschen Seite endet.

Viertens: kein sauberes Conversion-Tracking

Ohne Messung der tatsächlichen Anfragen optimiert die Kampagne auf Klicks statt auf Ergebnisse. Das ist der Punkt, an dem Budgets unbemerkt in die falsche Richtung laufen. Erst wenn jede eingehende Anfrage als Conversion erfasst wird, lässt sich erkennen, welche Suchbegriffe und Anzeigen wirklich Käufer bringen. Alles davor ist eine Vermutung. Und ohne diese Daten kann auch der Algorithmus nicht lernen, wem er die Anzeige ausspielen soll.

Fünftens: zu kleines Budget auf zu vielen Begriffen

Ein knappes Tagesbudget, verteilt auf dreißig Suchbegriffe, führt dazu, dass die Kampagne nirgends sichtbar ist und nirgends genug Daten sammelt, um besser zu werden. In einem teuren Markt ist Konzentration wichtiger als Reichweite. Lieber bei wenigen, klar kaufnahen Begriffen zuverlässig erscheinen als bei vielen sporadisch. Die entscheidende Kennzahl ist ohnehin nicht der Klickpreis, sondern was Sie eine verkaufte Einheit an Marketing kostet.

Fazit

Google Ads für Immobilien funktionieren, aber sie verzeihen wenig. Wer breit schaltet, nicht ausschließt, auf die falsche Seite leitet, nicht misst und das Budget verstreut, zahlt für Sichtbarkeit statt für Käufer. Wer umgekehrt die Suchbegriffe eng führt, konsequent ausschließt, auf eine passende Seite leitet, jede Anfrage misst und das Budget konzentriert, macht aus einem teuren Kanal einen planbaren. Der Unterschied liegt nicht im Budget, sondern in der Steuerung. Wie wir das für Projekte umsetzen, lesen Sie unter Google Ads für Immobilien. Den Vergleich der Kanäle finden Sie im Beitrag Google Ads vs. Meta Ads.